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BWHM und sez-Stuttgart starten Bildungsoffensive

Blended Learning für den Gebäudeenergieberater im Handwerk
Für den Feldversuch der dena wurden als Fachkräfte zur Ausstellung von Energiepässen Architekten und Ingenieure mit Zusatzqualifikation sowie Gebäudeenergieberater im Handwerk (GiH) zugelassen. Da der Feldversuch als Grundlage für das Gesetzgebungsverfahren zur Einführung eines obligatorischen Energiepasses vom BMWA herangezogen wird, kann davon ausgegangen werden, dass diese Regelung auch für den bundeseinheitlichen Energiepass zum Tragen kommen wird. Schulungen zum GiH haben daher in der nächsten Zeit große Priorität.

Die Ausbildung zum GiH ist mit 240h sehr zeitaufwändig. Gespräche mit Meistern und Unternehmern machen deutlich: berufliche Qualifizierung ist zwar wichtig, es fehlt oft aber an der notwendigen Zeit, Mitarbeiter freizustellen oder selbst an umfangreichen Kursen teilzunehmen. Diesem Zeitproblem wird in diesem Projekt das Blended-Learning-Konzept entgegengesetzt.

Ziel des Projektes ist, den Ansatz "Blended Learning" für eine Fortbildung zum Gebäudeenergieberater umzusetzen und möglichst vielen Handwerkern die Möglichkeit zu geben, sich durch die Qualifiaktion Gebäudeenergieberater für den Markt der Energiepässe zu qualifizieren. Im Rahmen des Projektes soll ein Pilotkurs durchgeführt und die entsprechend notwendigen Lehrgangsunterlagen entwickelt und getestet werden.
Das Blended Learning Seminar zum "Gebäudeenergieberater im Handwerk" bietet folgende wesentliche Vorteile gegenüber den konventionellen Präsenzkursen:
 
- eine erhöhte Lernmotivation bei Teilnahme an den Präsenzphasen,
- zeitliche Flexibilität durch das umfassende Webbasierte Training (WBT) sowie
- individuelle Problemlösungen durch tutorielle Begleitung.
 
Arbeitsplätze sichern!
Die Beschäftigungswirksamkeit ergibt sich aus dem Beitrag zur Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit mittlerer und kleiner Unternehmen. Voraussichtlich werden Handwerker ausschließlich mit dieser Qualifikation im Bereich der Energieberatung und Ausstellung der Energiepässe tätig werden können. Es werden durch die Maßnahme bestehende Arbeitsplätze abgesichert und im Feld der Energieberatung neue geschaffen.
 
Gender Mainstreaming - Chancengleichheit
Das Projekt wendet sich gleichermaßen an Frauen wie auch Männer, die die Qualifikation zum Energieberater erreichen möchten. 
 
Projektfortschritt
Derzeit werden 2 Pilotkurse veranstaltet, welche im Juni 2005 mit der Prüfung zum Gebäudeenergieberater/-in HWK vor der HWK-Stuttgart abschließen. Ab 3. Juni 2005 wird das Seminar in das Bildungsangebot des sez-Stuttgart als weiteres Blended Learning Seminar aufgenommen.
 
Kooperationsprojekt mit der BWHM GmbH des Baden-Württembergischen Handwerkstag
Das Seminar ist ein Kooperationsprojekt mit dem BWHM und wird vom Land Baden-Württemberg aus Mittel der Europäischen Union gefördert.