|
Mit viel Prominenz haben über 70 geladene Gäste am vergangenen Donnerstag das 10 jährige Bestehen des Solarenergie Zentrums gefeiert.

Vor dem Festakt begrüßten Vorstand und Leitung von etz/sez Präsident Rainer Reichhold und Landesinnungsmeister Gerhard Zöllin.
Obermeister Wolfgang Dietrich begrüßte in seiner Eingangsrede alle Gäste, unter ihnen den Präsidenten der Handwerkskammer Region Stuttgart, Rainer Reichhold, als Vertreter des Wirtschaftsministeriums den Leiter des Referats "Mittelstand und Handwerk", Ministerialrat Bernd Scherrer, den Umweltbürgermeister der Stadt Stuttgart, Matthias Hahn, den Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstags, Dr. Hartmut Richter, den Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke, Ingolf Jacobi, den Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Region Stuttgart, Claus Munkwitz, den Landesinnungsmeister der Elektro- und Informationstechnischen Handwerke Baden-Württemberg, Gerhard Zöllin mit seinem Hauptgeschäftsführer Andreas Bek sowie den Namensgeber der Solarteure und Initiator der Solarteur-Schulen, Werner Rauscher, mit einem maßgebenden Mitstreiter zur der Zeit der Gründung des sez, Ehrenobermeister Horst Locher.

Obermeister Dietrich bei der Begrüßung der Festgäste
"Die Landeshauptstadt kann stolz sein auf das Solarenergie Zentrum", sagte Matthias Hahn, Bürgermeister für Städtebau und Umwelt, in seiner Begrüßungsrede. Er lobte das Engagement des sez wie z.B. die Auszeichnung im Bereich Blended-Learning vom Adolf Grimme Institut oder die Auswahl als offizielles "Dekade-Projekt" durch die Jury des Nationalkomitees für die UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung".

Umweltbürgermeister der Stadt Stuttgart, Matthias Hahn
Der aus Österreich angereiste Initiator der Solarteur-Schulen, Werner Rauscher, schilderte sehr anschaulich den konsequent vollzogenen Energiewandel seiner Stadt Güssing (Österreich) von fossilen Energieträgern hin zu Erneuerbaren Energien. Mit über 40 % Waldanteil hat sich die Region im sonnenverwöhnten Burgenland für eine effektive Biomasseverwertung und Nutzung der Solarenergie entschieden. In der Gegenwart versorgt sich die Kleinstadt selbst zu über 100 % mit Wärme, Strom und Kraftstoff aus erneuerbaren Energien. An diesem Beispiel verdeutlichte Rauscher, dass so eine Entwicklung ohne qualifiziertes Solarfachpersonal - Solarteure - nicht möglich gewesen wäre. Er unterstrich damit, dass die Bildungsarbeit im sez für die Entwicklung der erneuerbaren Energien in einer Region wie Stuttgart äußerst wichtig ist und mehr den je den Anforderungen der Zeit entspricht. In diesem Zusammenhang hob er auch das außerordentliche Engagement von Obermeister Horst Locher und dem damaligen Geschäftsführer der Elektro-Innung Stuttgart Karl-Heinz Böhnert hervor - ohne diese beiden Herren wäre das alles nicht möglich gewesen, so Rauscher.

Solarfachmann und Namensgeber der Solarteure Werner Rauscher
In seiner Festrede stellte der Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart heraus, dass das gesamte Handwerk der Region hinter der Institution Solarenergie Zentrum steht. "Mit dem Solarenergie Zentrum begeht ein Bildungszentrum sein Jubiläum, das zu den ersten Solarteur-Schulen in Europa zählt und in der Region Stuttgart beispielhafte Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für den Einsatz regenerativer Energien bietet", so Reichhold. Die Ausbildung des sez trägt dazu bei, Know-How im Bereich der erneuerbaren Energien ins Handwerk zu transferieren. Gerade die erneuerbare Energien und die Energieberatung bieten große Chancen fürs Handwerk.

Handwerkskammerpräsident Rainer Reichhold
Im Rahmen der Festveranstaltung wurde Werner Rauscher von Landesinnungsmeister Gerhard Zöllin mit der Ehrennadel für seine Verdienste für das Elektrohandwerk Baden-Württembergs geehrt. Sichtlich gerührt nahm der Solarfachmann die Auszeichnung entgegen und bedankte sich bei allen Akteuren und Dozenten, die das Solarenergiezentrum mit aufgebaut haben und somit der Solarteur-Ausbildung in Deutschland zum Durchbruch verholfen.

Landesinnungsmeister Gerhard Zöllin ehrt den "Ur-Solarteur" Werner Rauscher
Humorvoll und interessant zugleich führten der sez-Leiter Jörg Veit und sein Stellvertreter Ingo Pfalzgraf durch 10 Jahre sez- und Solar-Geschichte. So hat sich in den letzten 10 Jahren z.B. die installierte PV-Leistung in der BRD von 28 MW auf 1176 MW jährlich erhöht, der weltweite PV-Produktionsausstoß stieg von 90 MW auf 1745 MW jährlich, die Zeitschrift Photon führte 1996 noch 45 Solarhandwerker im Brachenverzeichnis, heute sind es über 1400. Das sez freut sich steigender Beliebtheit, die Gründe hierfür hatte der sez Leiter auch gleich parat: "Steigende Energiepreise, die Förderprogramme des Landes und des Bundes, gesetzliche Rahmenbedingungen wie das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) oder die neue Energieeinsparverodnung (EnEV), das zunehmend veränderte Bewusstsein für Umwelt und Nachhaltigkeit und nicht zuletzt das attraktive Kursangebot des Solarenergiezentrum führen zu einem stetigen Teilnehmerzuwachs. Erneuerbare Energien und Energieeinsparung sind Zukunftsthemen", so Veit.

stv. sez-Leiter Ingo Pfalzgraf und Leiter Jörg Veit
Zum Ausklang eröffnete der neue Geschäftsführer der Elektro-Innung Stuttgart, Herr Dr. Jarosch die Ausstellung der Künstlerin Margot Markt.

Was wird, Acryl-Mischtechnik, 70x100 cm, Margot Markt 2006
|