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Newsletter Juli/August 2007

Die neue EnEV und das Wärmegesetz - heiße Themen im Sommerloch!
 
Ministerpräsident Öttinger überrascht mit Wärmegesetz für Baden-Württemberg

  
Normalerweise sind die Themen im "Sommerloch" wenig spektakulär, aber Baden-Württemberg schlägt als erstes Bundesland mit einem Wärmegesetz ein neues Kapitel im Klimaschutz auf! Die Solarteure und Solarfachkräfte freut´s: "Dadurch wird der Einsatz erneuerbarer Energien im Wohnungsbau zur Pflicht. Der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlendioxid könne damit dauerhaft vermindert werden", sagte Ministerpräsident Günther Oettinger auf der Pressekonferenz. Mittlerweile hat es sich herumgesprochen, dass erneuerbare Energien eine ernsthafte Alternative sind! "Wir wollen das, was möglich und sinnvoll ist, zum Standard machen", sagte Umweltministerin Tanja Gönner und unterstrich die Nutzungsmöglichkeiten von Biomasse, Sonne und Erdwärme. Nach einer Übergangsfrist sollen die neuen Standards von 2010 an neben dem Neubau auch für den Altbau gelten. Ziel des Wärmegesetzes ist es, den Anteil erneuerbarer Energien im Altbau auf 10% und im Neubau auf 20% festzuschreiben. Damit könnte eine Solarthermieanlage zur Brauchwassererwärmung ab 2010 zum Standard werden - ach wäre das schön! Wir werden sehen, was Lobby und Politik daraus machen! Denn nach Informationen der Stuttgarter-Zeitung geht der Gesetzesvorschlag dem Städtetag und der Arbeitsgemeinschaft Haus und Grund in Baden-Württemberg hingegen viel zu weit. Sie sehen durch die neuen Standards erhebliche Mehrkosten auf die Hauseigentümer und die Kommunen zukommen.
 
Den Entwurf des Wärmegesetzes gibt es hier
 
 
Jetzt ist es soweit - die EnEV 2007 ist da!


Die neue Energieeinsparverordnung wurde am 26. Juli im Bundesgesetzblatt verkündet. Sie wird am 1. Oktober 2007 in Kraft treten und den Energieausweis verpflichtend einführen. Die Verordnung umfasst jetzt 45 Seiten (Ausgabe Bundesgesetzblatt Jg. 2007 Teil 1, Nr. 34 vom 26.07.2007). Aber wer darf denn nun den Energiepass ausstellen?

1. Bedingung: Die Aussteller müssen eine Grundvoraussetzung erfüllen!

Innenarchitekten: Absolventen von Diplom-, Bachelor- oder Masterstudiengängen im Bereich Architektur der Fachrichtung Innenarchitektur,

Handwerker: Personen, die für ein zulassungspflichtiges Bau-, Ausbau- oder anlagentechnisches Gewerbe oder für das Schornsteinfegerwesen die Voraussetzungen zur Eintragung in die Handwerksrolle erfüllen, sowie Handwerksmeister der zulassungsfreien Handwerke dieser Bereiche und Personen, die auf Grund ihrer Ausbildung berechtigt sind, ein solches Handwerk ohne Meistertitel selbstständig auszuüben, (eine Liste ist im Anhang abrufbar)

Techniker: staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker, deren Ausbildungsschwerpunkt auch die Beurteilung der Gebäudehülle, die Beurteilung von Heizungs- und Warmwasserbereitungsanlagen oder die Beurteilung von Lüftungs- und Klimaanlagen umfasst.

2. Bedingung: Die Aussteller müssen qualifiziert sein!

2.1 Grundausbildung: einen Ausbildungsschwerpunkt im Bereich des energiesparenden Bauens während des Studiums.

2.2 Berufserfahrung: mindestens zwei Jahre Berufserfahrung in wesentlichen bau- oder anlagentechnischen Tätigkeitsbereichen des Hochbaus.

2.3 Qualifizierte/ anerkannte Fortbildung: erfolgreiche Fortbildung im Bereich des energiesparenden Bauens, deren Inhalte den Anforderungen der EnEV 2007 Anlage 11 Nr. 1 und 2 entspricht.

2.4 Sachkundige: vereidigte Sachverständige, öffentlich bestellt für ein Sachgebiet des energiesparenden Bauens oder für wesentliche bau- oder anlagentechnische Tätigkeitsbereichen des Hochbaus.

2.5 Erfahrene Energieberater dürfen im Wohnbestand Energieausweise ausstellen wenn sie:

a) BAFA Vor-Ort-Berater sind und bis zum 25. April 2007 auf der BAFA-Liste standen

b) Energiefachberater im Baustoff-Fachhandel und in der Baustoffindustrie sind oder sich am 25.04.2007 noch in dieser Ausbildungen befanden und die Weiterbildung erfolgreich abgeschlossen haben.

c) Staatlich anerkannte Gebäudeenergieberater des Handwerks (Handwerksmeister und staatlich anerkannte oder geprüfte Techniker anderer Fachrichtungen), die bis zum 25. April 2007 eine Weiterbildung zum Gebäudeenergieberater des Handwerks abgeschlossen haben sowie auch diejenigen, die vor dem 25. April 2007 eine Fortbildung zum Gebäudeenergieberater des Handwerks begonnen und erfolgreich abgeschlossen haben.

Eine Liste der zugelassenen Handwerksmeister gibt es hier

Die neue EnEV 2007 gibt es hier


Elevator Pitch - mit dem Fahrstuhl zum Erfolg?!


Ein neuer potenzieller Kunde steht vor Ihnen und Sie wissen - jetzt geht's ums Ganze. Aber wie schaffen Sie es, in kurzer Zeit das Unternehmen und die eigene Dienstleistung so zu präsentieren, dass der Kunde nachhaltig positiv beeindruckt ist, und Ihren weiteren Ausführungen aufmerksam und interessiert folgt? Versuchen Sie es doch einmal mit einem ELEVATOR PITCH!
 
Was bitte ist ein "Elevator Pitch"?

 
In den 80er Jahren nutzten junge aufstrebende Vertriebsmitarbeiter die Dauer einer Aufzugsfahrt, um ihre Vorgesetzten von sich und ihrem Anliegen zu überzeugen, denn normalerweise kamen Sie an der Vorzimmerdame des Chefs nicht vorbei. Sie mussten in wenigen Sekunden so beeindrucken, dass ihr Chef aufmerksam wurde und sie zu einem Gespräch bat. Der "Elevator Pitch" war geboren!
 
Heute nutzen Vertriebsmitarbeiter diese Methode, um Kunden in kurzer Zeit von den Vorzügen des Unternehmens und der angepriesenen Dienstleistung zu überzeugen.
 
Elevator Pitch - mit dem Fahrstuhl zum Erfolg, wir zeigen Ihnen, wie das geht! mehr
 
 
Nachlese - Besucherrekord auf der Intersolar 2007

 
Wegen der rapide wachsenden Zahl von Besuchern und Ausstellern, hat sich die Intersolar während der letzten Jahre zu einer echten Leitmesse der Branche entwickelt. Auf einer Fläche von rund 34.000 m² präsentierten sich über 600 Aussteller aus mehr als 30 Nationen. Damit ist die Ausstellungsfläche der Intersolar im Vergleich zum Vorjahr um rund 30 Prozent gestiegen, die Zahl der Aussteller sogar um 40 Prozent. Der erfreuliche Zuwachs brachte aber die Infrastruktur teilweise in Bedrängnis und so mussten etliche Gäste lange Zuwege hinnehmen.
Weil die Messe aus allen "Nähten platzt" präsentiert sich die Intersolar im nächsten Jahr auf der Messe München mit einer ausgezeichneten Infrastruktur und genügend Parkplätzen für das interessierte Fachpublikum.
 
Die Ursachen für die neuesten Rekordzahlen der Branche hat jetzt die aktuelle Untersuchung "Snapshot Erneuerbare Energien 2007" der internationalen Beratungsgesellschaft Ernst & Young aufgezeigt. Danach ist das Investitionsklima in der deutschen Solarindustrie positiv wie nie. "Das Vertrauen der Finanzbranche und der Anleger in die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit deutscher Solarunternehmen ist groß und ebenso wichtig wie verlässliche politische Rahmenbedingungen", so Carsten Körnig, Geschäftsführer des BSW-Solar.
 
Sonnige Aussichten für die Solarbranche verspricht die Studie des BSW. In Deutschland ist der Umsatz der Solarbranche von 3,7 Mrd. Euro im Jahr 2005 auf 4,9 Mrd. Euro im Jahr 2006 gestiegen - eine Erhöhung um rund 30 Prozent, so der BSW.
 
Laut den Erwartungen werden technische Innovationen in der Solarwirtschaft für sinkende Produktionskosten und Endkundenpreise sorgen - bereits in zehn Jahren könnte Solarstrom vom eigenen Dach damit günstiger als konventioneller Strom aus der Steckdose fließen.
 
Bei all den guten Nachrichten freuen wir uns natürlich auf ein Wiedersehen auf der Intersolar 2008 in München. Notieren Sie sich doch gleich den 12. - 14. Juni 2008 - wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 
 
Vorankündigung - Kompetenztag am 13.10.2007

 
Wie jedes Jahr haben wir am 13.10.2007 wieder unseren Kompetenztag. Ab 11 Uhr verwöhnen wir Sie mit Themen rund um das Thema Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Bitte merken Sie sich den Termin vor - Wir freuen uns auf Ihren Besuch!
 
Das vorläufige Programm gibt es hier
 
 
Unsere Kurse im September und Oktober 2007


10.09.07 Wärmepumpe

17.09.07 Intensivseminar: Vorbereitung zur Prüfung "Zertifizierter Prüfer zur Bestimmung der
Luftdichtheit von Gebäuden nach der Energieeinsparverordnung"

 
19.09.07 Elevator Pitch - in 30 Sekunden Kunden überzeugen
 
05.10.07 Solarteur/ Fachkraft für Solartechnik
 
05.10.07 Solarthermie
 
11.10.07 Auslegung und Wirtschaftlichkeitsberechnung von Blockheizkraftwerken BHKW
 
12.10.07 Gebäudeenergieberater im Handwerk
 
18.10.07 Baubiologische Abschirmung - "Elektrosmog"
 
19.10.07 Wärmebrücken, Schimmel & Co.
 
19.10.07 Wärmebrückenberechnung leicht gemacht - Intensivseminar
 
20.10.07 Die Rechtssichere Energieberatung
 
25.10.07 Bauschadensanalyse bei Feuchtigkeit in Gebäuden
 
24.10.07 Bauschadensanalyse/ Luftdichtheit von Gebäuden
 
Weitere Infos finden sie in der Rubrik Bildungsangebot


Kontakt und Impressum:
Solarenergie Zentrum
der Region Stuttgart
Krefelder Straße 12
70376 Stuttgart
Tel.: 07 11 / 95 59 16 - 31
Fax: 07 11 / 95 59 16 - 55
Mobil: +49 172 3819851

www.sez-stuttgart.de

 
 
Herausgeber/ Leitung : Jörg Veit
 
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